Stummfilmprojekt „100 Jahre Babelsberg – Frau im Mond“

1929 drehte Fritz Lang in Babelsberg seinen Stummfilm „Frau im Mond“ und erfand ganz nebenbei den Countdown. 2011 gingen Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Land Brandenburg mit Künstlern und Kulturpädagogen auf die Suche nach den künstlerischen Möglichkeiten der bewegten Bilder ohne Ton.

Der Kunstverein Templin beteiligte sich an diesem Projekt mit einer Foto- und Filmwerkstatt, die von der Fotografin Anne Heinlein im Rahmen des Sommer-Kunstcamps geleitet wurde. Im Herbst 2011 kamen alle Projektgruppen in Potsdam zusammen. Aus Templin waren 12 Teilnehmer/innen vor Ort.

Idee des Projektes:

MORGEN WAR GESTERN
Workshop Fotografie 2011
Templin/Warthe: Der Science-Fiction-Film „Frau im Mond“ von Fritz Lang zeigt einen Raketenflug zum Mond. Kein Mensch war bevor der Film gedreht wurde auf dem Mond gewesen. Darum zeigt der Film eine Fiktion, eine Vorstellung von einer Rakete, einem Raketenstart, der Mondlandschaft etc.. Fiktionen sind menschliche Vorstellungen von der Zukunft. In Film, Literatur, Theater, Musik und Bildender Kunst können Bilder von Fiktionen entstehen.
Jedes Bild, egal ob eine Malerei, eine Fotografie, eine Bildhauerei, ein Roman, ein Film oder eine Musik ist immer eine Fiktion, also eine Interpretation des Menschen von der Wirklichkeit die er erlebt. Bilder von der Zukunft entstehen immer in der Gegenwart, beeinflusst von der Vergangenheit.

Die Kinder und Jugendlichen des Kunstvereins Templin, fotografierten ihre Zukunftsvisionen, ihre Ideen von einer neuen Welt, wie diese einmal sein wird. So entstanden Bilder von der Zukunft in der Gegenwart, gefärbt vom Wissen der Vergangenheit.

Categories:

Kunst Ferienlager, Kunsthaus Templin

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