Alte Tapeten und Linoleum müssen weichen

Das Haus der Jugend und der Kunst soll in diesem Jahr saniert und umgebaut werden. Die Stadt investiert 2013 in den Bereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe 27 Prozent ihres Haushaltes.

aus der Templiner Zeitung vom 23. Januar 2013 von Sigrid Werner
Templin.Eine der größten Investitionen in diesem Jahr in der Stadt Templin wird der Umbau des Hauses der Jugend und der Kunst (Treff am Tor TAT) sein. Rund 900 000 Euro sind dafür im Haushaltsplan der Stadt Templin reserviert.
Wenn alles nach Wunsch läuft, dann sollen die Sanierungs- und Umbauarbeiten im vierten Quartal 2013 abgeschlossen werden. „Derzeit warten wir noch auf die Baugenehmigung“, erklärte Marko Koch aus der städtischen Bauverwaltung auf Nachfrage. Die Stadt habe in diesen Tagen die letzten Unterlagen, zum Beispiel zur Brandschutzkonzeption, fertiggestellt, sodass einer baldigen Genehmigung dann nichts mehr im Wege stehen dürfte.
Derweil sind im ehemaligen Jugendhaus bereits erste Baugeräusche zu vernehmen. „Wir schließen in dieser Woche die Entkernungsarbeiten am TAT ab“, hatte Bürgermeister Detlef Tabbert die Presse informiert. Ein hartes Brot für die drei Mitarbeiter der Firma Tareb in diesen frostigen Tagen. Die Heizung im leer gezogenen Gebäude scheint defekt. Die Kälte dringt nach einiger Zeit selbst durch gut gefütterte Schuhe. Doch Tapeten und Putz müssen runter, der Fußbodenbelag zum großen Teil aufgenommen, alte Fliesen abgeschlagen und die üppigen Holzverkleidungen entfernt werden. Drei Container Bauschutt sind auf diese Weise bereits gefüllt worden.
Während die städtische Bauverwaltung auf die Baugenehmigung wartet, bereitet sie parallel dazu zügig die Ausschreibungen für die kommenden Vergabeleistungen vor. Marko Koch mochte dennoch keinen genauen Termin für den offiziellen Baubeginn nennen. Möglichst im zeitigen Frühjahr noch sollen die Handwerker Einzug halten. Im Keller werden dann Probenräume für die Bands und ein Aufnahmestudio ausgebaut sowie ein Büroraum hergerichtet. Der Kellerbereich sei damit nicht mehr für den öffentlichen Publikumsverkehr vorgesehen, erklärte Koch. Im Erdgeschoss werde das Jugendhaus „Villa“ sein neues Domizil beziehen. Die Keramikwerkstatt des Kunstvereins werde ebenfalls im Erdgeschoss eine neue Bleibe erhalten, auch der Brennofen werde aus dem Keller hinaufgeholt. Außerdem werden im Erdgeschoss die Anmeldung und das Büro des Kunstvereins Einzug halten. Die Malzirkel des Kunstvereins nehmen im Obergeschoss Quartier. Und auch das Jugendhaus wird dort noch einmal zwei Projekträume und einen größeren Büroraum beanspruchen können.
Noch nicht abgeschlossen seien die Planungen für eine moderne Heizungsanlage, zum Beispiel auf Basis von Erdwärme. Im Jugendtreff könnte dann mittels Fußbodenheizung für gutes Raumklima gesorgt werden. Die Stadt hoffe, für eine Heizungsanlage auf Basis regenerativer Energien Fördermittel akquirieren zu können. Vorgeschrieben ist das für ein Einzeldenkmal aber nicht.

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