Den Eiffelturm mal schnell nach Warthe „geholt“.

Ferienlager des Templiner Kunstvereins – Templiner Zeitung 31.07.2013

Den Eiffelturm mal schnell nach Warthe „geholt“

 

 

 

Stein für Stein, Fliese für Fliese wächst das Bodenmosaik, das Kinder und Jugendliche im Ferienlager des Templiner Kunstvereins entstehen lassen. FOTOs: Michaela Kumkar

Von Michaela Kumkar

Fußball spielen, baden gehen oder zelten – alles Sachen, die man prima in den Ferien unternehmen kann. Aber wer hat schon mal ausprobiert, aus Steinen
und Fliesenresten ein Bild
zu zaubern?

Warthe.„Pass auf Moritz, nicht dort rüberlaufen. Die Steine und Fliesen sind noch nicht richtig fest!“ Kurz blickt der zwölfjährige Willi von seiner Arbeit auf. Gemeinsam mit Leonard und Anton legt er dicht an dicht kleine Steine auf den Boden, drückt sie fest auf den Fliesenkleber, der zuvor aufgebracht wurde.
Im Feriencamp von Margitta Ottke, in dem die drei gerade die letzten Tage ihrer Sommerferien verbringen, entsteht ein ganz besonderes Bodenmosaik. Es soll an das Ferienlager erinnern, das der Kunstverein Templin wieder in der Uckermark organisiert hat. 46 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren aus der Region Templin, Berlin, Dessau und Norwegen sind in diesem Sommer dabei. Sie genießen das Miteinander und widmen sich gemeinsam einem Thema, bringen in ganz unterschiedlichen Projekten „Farbe ins Leben“.
Bunte Farbtupfer in Form von Fliesenresten aller Art hat auch das große Mosaik vor einem der Häuser des Camps. Jeder, der daran mitarbeitet, hat eigene Muster beigesteuert. Von Willi – er wohnt in Falkenhagen bei Prenzlau –, Leonard und Anton aus Wismar bei Rostock stammt der Eiffelturm, der deutlich zu erkennen ist und den sie stolz präsentieren.
Werbung hat dieses Ferienlager des Kunstvereins eigentlich nicht nötig: „Seit Jahren wächst die Zahl der Teilnehmer“, so Michael Heber vom Betreuerteam. Zwölf Leute sind es insgesamt, die sich diesmal um die Kinder und Jugendlichen kümmern. Darunter viele „Ehemalige“, die inzwischen erwachsen geworden und dem Angebot verbunden geblieben sind.
Willi ist schon zum zweiten Mal in Warthe. „Hier ist es cool, die Betreuer sind jung. Wir machen tolle Sachen und man lernt viele andere Kinder kennen“, erklärt er seine Begeisterung. Damit hat er Leonard und Anton angesteckt. Leonard ist der Sohn von Willis Patenonkel und außerdem der beste Freund von Anton…
Finanziell unterstützt wird das Ferienlager des Kunstvereins vom Naturpark Uckermärkische Seen und den Internationalen Jugend- und Gemeinschaftsdiensten. Dafür revanchieren sich die Heranwachsenden beim Naturpark. Sie helfen ihm durch Landschaftspflegearbeiten, auf einer Wiese bei Warthe optimale Wachstumsbedingungen für seltene Pflanzenarten zu schaffen.

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m.kumkar@uckermarkkurier.de

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