Im Klang des Ensembles klingen die einzelnen Stimmen heraus

Im Klang des Ensembles klingen die einzelnen Stimmen heraus“

Als äußerst vielfältig erweisen sich die Kunstwerke in der neuen Ausstellung in der „Galerie im Rathaus“. Kein Wunder, sind es doch diesmal gleich fünf Frauen, die sich mit ihren Arbeiten in Templin vorstellen.

 

Alle fünf Künstlerinnen der Gruppe „AlbaBlau“ – Ute Walter, Ulrike Kirchner, Martha Irene Leps, Susanne Spies und Andrea Lange – ließen es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung ihrer Ausstellung in Templin am Sonnabend dabei zu sein.
Foto: Horst Skoupy
Templin (hsk)  

Wer an Kunstwerken unterschiedlicher Stile und Techniken Gefallen findet, der sollte es nicht versäumen, sich die neue Ausstellung in der „Galerie im Rathaus“ anzuschauen – wenn er es nicht schon am Sonnabend bei der Vernissage getan hat. Diesmal präsentiert der Kunstverein Templin dem kunstinteressierten Publikum Werke von gleich fünf Künstlerinnen, die allesamt unter dem Namen „AlbaBlau“ arbeiten und gemeinsam ausstellen. Am Sonnabend hatten die Besucher der Ausstellungseröffnung Gelegenheit, alle fünf kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
„,Alba‘ steht für den Fluss, die Elbe, an deren Ufern zwischen Pretzsch und Zerbst die Künstlerinnen der Gruppe beheimatet sind, und ,Blau‘ steht als Farbe für authentischen Ausdruck“, löste Matthias Schilling vom Kunstverein das Rätsel um den Namen der Künstlergruppe auf, die seit 2000 aktiv ist. Eine der fünf, nämlich Martha Irene Leps, ist in Templin keine Unbekannte mehr. Gemeinsam mit dem Dessauer Künstler Wilfried Meinhardt hatte sie 2002 schon einmal einige ihrer Werke in der Galerie ausgestellt. Seither ist der Kontakt zum Templiner Kunstverein sowie zu den Künstlern der Region nicht abgerissen. „Ich haben an Pleinairs teilgenommen, bin mit nach Italien gefahren“, erzählte sie. Jetzt freue sie sich umso mehr, dass sie nun erstmals gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Ulrike Kirchner, Susanne Spies, Andrea Lange und Ute Walter eine Ausstellung bestreiten kann.
Fünf Künstlerinnen bedeuten natürlich auch fünf unterschiedliche Handschriften, die die Betrachter der Ausstellung auf sich wirken lassen können. Da sind beispielsweise die Arbeiten von Ute Walter, die Nähcollagen mit Malerei verbindet und auf diese Weise plastisch wirkende Kunstwerke entstehen lässt. In Vitrinen finden sich ihre Wortklangschalen, bei denen sie Stimmen von Texten aufnimmt, sie mit Malereien verbindet und dem Ganzen schließlich die Gestalt von Schalen gibt. Da sind filigrane, detailversessene Fineliner-Zeichnungen von Ulrike Kirchner, zum Teil in Mischtechniken entstanden. Oder die Werke von Susanne Spies, die in ihren oft mehrteiligen Bildern Geschichten von den übersehenen Winzigkeiten des Lebens erzählt. Andrea Lange indes versieht Verse mit Farbholzschnitten. Und nicht zuletzt sind da drei Gemeinschaftsarbeiten, in denen sich die Handschriften der fünf Frauen wiederfinden. „Der Reichtum der Ausstellung liegt in der Möglichkeit, in dem gemeinsamen Klang des Ensembles die einzelnen Stimmen klar, einzig und wunderschön heraushören zu können“, brachte es Matthias Schilling auf den Punkt.
Vielfältig erwies sich bei der Ausstellungseröffnung aber auch die musikalische Untermalung von Henning Storch aus Lychen. Der Musiker ließ nicht nur sein Alphorn durch die Flure und das Treppenhaus der „Galerie im Rathaus“ erklingen. Er konnte das Publikum zugleich mit Musikstücken auf dem Horn und der Schneckenmuschel beeindrucken.

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h.skoupy@uckermarkkuerier.de

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