Liebeserklärungen an die Kunst in Templin

Bodo Neumüller dankt seinem Nachfolger Matthias Schilling (l.) mit Blumen für die kontinuierliche Arbeit als Galerieleiter. FOTOS: EKÖ

Templiner Zeitung vom 21. Mai 2012 / Redaktionsmitglied Elke Kögler

Der Templiner Kunstverein eröffnet seine Sonderausstellung „20 Jahre Rathausgalerie“. Zudem wird erstmals das Buch zum Jubiläum vorgestellt.

Templin.„Schöner als die Toskana“, „mit engagierten Bewohnern“ und „Zentrum künstlerischer und kultureller Aktivitäten“ – das sind nur einige Eindrücke der Uckermark, die die mehr als 100Künstler gewonnen haben, die ihre Werke in der Templiner Rathausgalerie ausstellten. 50 von ihnen kamen am Sonnabend in das Rathaus, um das 20-jährige Jubiläum der Galerie zu feiern.
In jedem einzelnen der vergangenen zwei Jahrzehnte waren Bilder, Grafiken oder Kollagen von insgesamt sechs Kunstschaffenden zu bewundern. „Alle zwei Monate eine neue Ausstellung zu organisieren, dass muss man erst einmal durchhalten“, sagte Bodo Neumüller und lobte damit seinen Nachfolger Matthias Schilling als langjährigen Galerieleiter. In seiner aktiven Zeit habe Neumüller, wie er selbst sagt, so manches Mal daran gezweifelt, ob der kleine Templiner Kunstverein ein solches Vorhaben auf lange Dauer überhaupt durchhalten könne.

Michael Vogt mit seiner Tuba. FOTOS: EKÖ

Anlässlich des Jubiläums der Rathausgalerie sind ein Buch sowie in den Räumen der Verwaltung eine Sonderausstellung entstanden. „Es handelt sich dabei nicht etwa um eine Gruppenausstellung, sondern um Dokumente“, erläuterte Schilling allen Anwesenden bei der feierlichen Eröffnung am Sonnabendnachmittag. Es sind also keine Originalkunstwerke der einzelnen Künstler zu sehen, sondern die Schauen ankündigende Plakate, Zeitungsausschnitte sowie Fotos von verschiedenen “Festen der Kunst“ zu betrachten. In dem Buch kommen 98 Künstler zu Wort, deren Werke einst in den Flurräumen der Verwaltung zu bewundern waren. Jeder Kunstschaffende beantwortete 14 Fragen wie zum Beispiel „Wann waren Sie das erste Mal im Nordosten Brandenburgs und in der Uckermark?, Was prägt ihr Bild vom nordöstlichsten Landkreis? und Welche Entdeckungen machten sie in der Uckermark? „Es handelt sich also um eine Liebeserklärung an die Uckermark“, erläuterte die frühere Lokalredakteurin Ulrike Buchmann, die die Festrede hielt. Neben den Antworten auf die Fragen ist kurz der Lebenslauf jedes Befragten zu erfahren. Auf jeweils einem Foto ist der Künstler selbst sowie eines seiner Werke abgebildet.
„Unser schöner Landstrich ist in dem Buch hervorragend von innen und von außen abgebildet“, sagte der uckermärkische Landrat Dietmar Schulze, der ein Vorwort in dem Buch schrieb. „Mit 20 Jahren wird der Mensch erst erwachsen, das Leben fängt jetzt erst richtig an“, erklärte Templins Bürgermeister Detlef Detlef Tabbert und wünschte den Mitgliedern des Templiner Kunstvereins alles Gute für die bevorstehenden Jahre. Der Kunstverein habe die Tür nach Europa aufgestoßen, erläuterte Bodo Neumüller. Denn Künstler aus Polen, Italien, Holland, Portugal und den USA waren als Aussteller in Templin vertreten. Bevor die 20 Jahre gefeiert wurden, überreichte Heike Schilling jedem Gast – symbolisch als Dank sowie Zeichen der Verbundenheit zur Kunst – einen Papierkranich. Künstler Michael Vogt begleitete die Feierstunden musikalisch mit seiner Tuba.

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Galerie im Neuen Rathaus, Pressespiegel