Volles „Häuschen“ bei der Eröffnung der Ausstellung

Templiner Zeitung 16.Januar 2012
Templin (SW): „Full-Häuschen“ nennt sich die erste Ausstellung des Templiner Kunstvereins in der Galerie am Eulenturm in diesem Jahr. Für Bettina Mundry und Arne Kalkbrenner aus Parmen war es eine besondere Herausforderung, die richtigen Arbeiten für einen solch kleinen Galerieraum herauszusuchen. „Schließlich arbeite ich meist großflächig“, verriet Bettina Mundry, Jahrgang 1959, die in ihrem Leben vieles gemacht hat: als Altenpflegerin gearbeitet, als Schmuckgestalterin, Erzieherin und Kunsttherapeutin… Auch ihr Partner, Arne Kalkbrenner, Jahrgang 1975, ist nicht als Künstler in die Uckermark gekommen. Er hat Tischler gelernt, arbeitet als Kunstgießer und Kunsttherapeut. „Dass wir hier freischaffende Künstler geworden sind, hat sich einfach so ergeben. Denn in erster Linie sind wir hier, um zu leben“, sagt Kalkbrenner. Wovon – von Kunst allein funktioniert (noch) nicht – das ergebe sich. Denn beide wollen ausdrücklich keine Wanddeko oder das „Bild über dem Sofa“ schaffen. Arne Kalkbrenner zeigt fast filigrane Skulpturen. Bettina Mundry setzt sich in ihren „Kisten-Malereien“ mit Vorliebe mit Perspektiven in Räumen auseinander, „baut“ echte Personen in die farbigen Labyrinthe, sich selbst, die Tochter … Sie spekuliert auf das Wiedererkennen von Alltagssituationen. So hatten beide Künstler bei der Suche nach den passenden Werken den „Kopf voll“ und ein volles „Häuschen“ in der Galerie am Sonnabendnachmittag.

 

 

 

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