Abschied von Gilbert Waligora

Mit großer Trauer haben wir vom Tod Gilbert Waligoras erfahren. Am 2. März 2026 verstarb er im Alter von 88 Jahren. Mit ihm verliert die kulturelle Bildung einen außergewöhnlichen Kunstpädagogen, der über mehr als fünf Jahrzehnte Kinder und Jugendliche für Kunst, Natur und kreatives Denken begeisterte.

Gilbert Waligora verstand die Natur als Klassenzimmer. In seinen Ferienlagern, Exkursionen und Malgruppen ermutigte er junge Menschen, genau hinzusehen, zu staunen und ihre eigenen Sichtweisen künstlerisch auszudrücken. Nicht Leistung oder Bewertung standen im Mittelpunkt, sondern Vertrauen, Neugier und die Freude am Entdecken. Viele seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler erinnern sich bis heute an ihn als einen prägenden Begleiter ihres Lebensweges.

Auch die Kunstferienlager des Kunstvereins Templin stehen in dieser Tradition. Wenn Kinder heute im Kulturium Warthe die Natur erkunden, malen, zeichnen und Geschichten entwickeln, lebt etwas von Waligoras pädagogischem Ansatz weiter.

Besonders sichtbar wird sein Vermächtnis im Kalender „Lebenswelten“, der aus seiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hervorgegangen ist. Heute wird er mit Arbeiten von Kindern aus den Kunstferienlagern des Kunstvereins Templin fortgeführt – ganz im Sinne eines Menschen, der jungen Stimmen und Blickwinkeln stets eine Bühne geben wollte.

Wir danken Gilbert Waligora für sein außergewöhnliches Lebenswerk. Seine Ideen, seine Haltung und seine Begeisterung für Kunst und Natur werden uns auch in Zukunft begleiten.

Link:
https://kunstverein-templin.de/kunstkalender-lebenswelten/

Buchtipp:
Aquarell im Regen: Naturverständnis und Kunst. Gilbert Waligora und die faszinierenden Bilder seiner „Kinder“ von Hartmut Sommerschuh, Hendrik Bäßler Verlag, Berlin,
ISBN-10: ‎ 3945880599, ISBN-13: ‎978-3945880593


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